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Frauen & Karriere – mein Kommentar zum aktuellen Migrosmagazin

Warum in aller Welt müssen Frauen wie Corinna Toepel-Sievers Kinder in die Welt setzen? 20 Minuten Zeit pro Tag für eine Mutter-Kind Beziehung? Jeder Hundehalter verbringt mehr Zeit mit seinem Vierbeiner! Ein Kind ist kein Spielzeug, was man hervorholen und in die Ecke stellen kann. Kein Statussymbol und auch kein ‚Punkt‘ in der ‚To do‘ Liste zum abarbeiten. Sich für ein Kind entscheiden heisst, sich dieser Lebensaufgabe auch zu widmen. Mit allen Grundbedürfnissen, die damit verbunden sind. Ein Mensch, der ohne tiefe Bindung, Liebe und Zuwendung aufwachsen muss…was bedeutet dies für die zukünftige Gesellschaft? Und da wundert man sich noch, was falsch läuft in unserer Welt!

Wenn man sich freiwillig in solch einem Ausmass in ein Hamsterrad von Arbeit einfügt auf Kosten der Kinder, was ist das Ziel? Wonach definiert ein solcher Mensch sein Glück im Leben? An Anzahl Patienten pro Tag, die abgehakt werden konnten? Wie traurig. Eine bewusste Entscheidung für ein Baby kann man nicht einfach einer Nanny übertragen. Das heisst, sich dieser Aufgabe nicht annehmen und dabei handelt es sich nicht nur um irgend einen Job, sondern um einen Mensch, um das eigene Kind.

Wenn Frau Toepel-Sievers dies nicht einmal erkennt und gar noch stolz darauf ist, zeigt dies lediglich die eigene Armut an Empathie und Mangel an Mutter-Kind Beziehung. Ein Kaiserschnitt ist leider oftmals ein schwieriger Start für Mutter und Baby, denn da fehlen die natürlichen Wehen, die Hormone, das Liebeshormon Ocytocin. Was nicht heissen soll, dass dadurch keine Bindung stattfinden kann. Es liegt jedoch an der Mutter, dafür etwas zu tun mit Stillen, Tragen, Co-Sleeping, Fürsorge und Liebe.

Ich bin selber Mutter von 5 Kindern, Autorin und arbeite selbständig als Coach. Kinder und einer anderen Aufgabe nachgehen kann man sehr wohl in EInklang bringen. Es ist eine Frage der Gewichtung. Karriere ok, doch in solch einem Fall von extensivem Arbeitspensum ist ein Kind bekommen purer Egoismus. Dann lieber bleiben lassen!

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Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

  1. Harte Worte, aber wahr. Danke für das, was Viele sich nicht auszusprechen wagen. Das Kind braucht die Mutter. Und jede Mutter sehnt sich nach ihrem Kind. Dieses Verlangen abzustellen wird sich irgendwann rächen – durch eine miserable Bindung beispielsweise, oder das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Wenn ich mir meine vier Kinder anschaue, wie sehr sie mich vor allem in den ersten Jahren gebraucht haben, um einen sicheren Hafen zu bekommen, von dem aus sie in die Welt schippern können. Bei allem, was sie taten, suchten sie den Blickkontakt, einen aufmunternden Blick, ein Lächeln. Wir waren in ständiger Kommunikation. Ich konnte jeden Anflug von Furcht oder Unbehagen sofort erkennen und handeln, sodass meine Kinder zu sehr selbstsicheren und autonomen, aber auch mitfühlenden Wesen werden konnten. Frausein und Weiblichkeit bedeutet auch Demut und Hingabe, manche nennen es auch Opfer. Bereit zu sein, für das eigene Kind eigene Interessen hintenanzustellen, denn dieses Menschlein ist vollkommen auf uns angewiesen. Niemals würde eine Tiermutter auf die Idee kommen, ihr Junges abzugeben, sie würde Zähne und Krallen zeigen. Ich wünsche mehr Frauen den Mut und die Hingabe zur Mütterlichkeit. Lasst euch bitte nicht von Politikern und Medienmachern (zumeist kinderlos) einreden, es gäbe ein besseres Leben als das mit Kindern und eine berufliche Karriere habe an erster Stelle zu stehen. Die Kinder sind das Einzige, was zählt!

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