Anael 002

Windelfrei ab Geburt

Bei Anael war es klar, dass wir auch wie bei Elyah ab Geburt windelfrei praktizieren. Jedesmal wenn er unruhig wird, stille ich ihn und halte ihn übers Töpfchen. Dies dauert meist länger, er trinkt, und dann kommt wieder mal ein Pipi oder mehrere Gaga. Wenn er wach ist, macht er innert kurzer Zeit mehrere Pipi.

Da ich ihn ja meist im Arm trage, kann ich dann auch immer prompt reagieren, wodurch er sehr zufrieden ist. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich Babyweinen kaum ertrage, bei fremden, schreienden Babys in ihren Kinderwagen oder MaxiCosi’s muss ich immer gleich flüchten. Bei Anael kann ich das Weinen meist umgehen, indem ich einfach wirklich sofort reagiere, ihn genügend oft aufs Töpfchen setze oder über dem Lavabo abhalte, ihn oft stille und sonst fast den ganzen Tag trage. Mittlerweile sind wir ein gut eingespieltes Team und haben es deshalb zusammen sehr friedlich.

Windelfrei ab Geburt ist am einfachsten, da Anael noch das Gefühl für sein Ausscheidungsbedürfnis hat und es nicht durch Windeln tragen bereits verloren ging. Das erste, was im Töpfchen landete, war das schwarze, klebrige Mekonium gleich einen Tag nach der Geburt:

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Erst nachdem die Nabelschnur abgefallen war, habe ich ihm das erste Mal Kleider angezogen. Das heisst ein Hemdchen, Babylegs und Socken, vorher war er einfach in Decken gehüllt. Die Babylegs finde ich super praktisch, da ich Anael trotzdem immer wieder schnell aufs Töpfchen setzen kann, ohne gross Kleider auszupacken. Sie halten seine Beinchen schön warm:

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Babylegs: www.babylegs.ch

Anael zeigt mir auf verschiedene Art, wenn er mal muss:

  • er wird sehr unruhig
  • er fuchtelt mit den Armen
  • er strampelt wild
  • er schiebt seine Zunge immer wieder nach draussen
  • er schnappt wild nach der Brust, will sie aber nicht wirklich, wird dabei unzufrieden
  • er ‚meckert‘, ähnlich wie eine Ziege

Wenn dies alles nichts hilft und ich die Zeichen nicht verstehe oder darauf reagiere, dann fängt er an zu weinen. Es ist auch schon vorgekommen, dass ich gerade nicht darauf eingehen konnte, zb. auf der Heimfahrt im Auto, da musste er wohl so 10 Min reklamieren.  Zwischendurch hat er wieder geweint, sich dann auch wieder beruhigt. Allerdings war er danach so gestresst, dass es mit dem Töpfchen nicht mehr geklappt hat, er konnte sich nicht entspannen. An der Brust hat er getrunken, war aber immer noch unzufrieden und weinte. In solchen Fällen hilft nur noch das Tragen im Manduca (Tragehilfe). Ich muss mich dann mit ihm auch bewegen, gehen, oder was im Haushalt machen, damit er einschläft. Auch sonst trage ich ihn tagsüber meist ca. 6h herum, jedenfalls zurzeit ist dies so. Trotz guter Tragehilfe merke ich dies total im Rücken, dafür ist mein Spatz zufrieden und ich kann was erledigen, kochen, waschen, spazieren oder einfach nur sein.

Hingegen, wenn er Gaga und Bisi machen konnte und getrunken hat, dann entspannt er sich total, guckt interessiert umher oder schläft auch gleich wieder ein. Mein Leben besteht also gerade aus Stillen, Tragen, Töpfchen und mich um Leonie und Elyah kümmern. Das heissst im Haushalt lasse ich was geht liegen und gehe bei diesem Wetter oft mit den Kleinen zum See.

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