Tragetuch, meine Rettung

Wie schon mehrmals erwähnt, war ich ja zuerst hellauf begeistert vom Manduca. Anael ist häufig sehr unruhig, wenn er mal muss, und es geht gerade nicht, bezw. mittlerweile liegt es wohl eher daran, dass ich mir zuwenig Zeit genommen habe für sein Ausscheidungsbedürfnis. Dies dauert nämlich sehr lange. Aber mehr dazu unter ‚Windelfrei’.

Jedenfalls war bis anhin der Manduca meine Rettung! Habe Anael stundenlang darin getragen, da er da meist bald mal einschlief, während ich dabei stetig ‚umhergetiegert’ bin. So war ich auch wieder mal in unserer wunderschönen Seebadi und trug Anael im Manduca. Nach ein paar Stunden kam eine Frau auf mich zu und fragte mich, ob dies nicht unbequem sei für das Baby. Natürlich nicht, behauptete ich und erklärte ihr die Spreiz-Anhock-Stellung des Kindes.

Auf dem Heimweg wurde ich nachdenklich. Zu Hause stand ich mal vor den Spiegel und schaute mir die Beinstellung genau an. Oh Schreck! Spreizen ok, aber von Anhock keine Spur, fast eher wie ein Spagat. Furchtbar, habe Anael gleich rausgenommen. Hatte ich Tomaten auf den Augen? Sieht wohl so aus, habe gar nie richtig geschaut, sondern dem Prospekt der Tragehilfe vertraut, worauf zu lesen ist, dass er ab Geburt, bezw. 3.500kg Körpergewicht einsetzbar wäre. Eindeutig falsch! Er ist sehr wohl ab Sitzalter eine sehr gute Alternative zum Tragetuch, aber für Neugeborene trotz Neugeboreneneinsatz unbrauchbar.

Frust total! Habe also mein Tragetuch hervorgekramt. Mit Patricks Hilfe konnte ich Anael abends ganz gut reinpacken. Er hat mit weinen sofort aufgehört und ist eingeschlafen. Bis anhin habe ich mich ja irgendwie um das Tragetuch gedrückt. Einerseits wegen dem Binden, zudem wusste ich nicht recht, wie mit windelfrei vereinbaren, da ich Anael ja schnell wieder rausnehmen wollte, zum abhalten, wenn er unruhig wurde. Ich denke, es funktioniert aber ganz gut, wenn ich Anael vorher abhalte und ihn erst dann ins Tuch nehme.

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